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Medizinische Cannabissorten – was zeichnet sie aus?

Cannabisblüten in einem Glasgefäß zur Weiterverwendung.

Kurz gesagt: Medizinische Cannabissorten zeichnen sich durch ihre standardisierte Qualität, einen klar definierten Wirkstoffgehalt und eine kontrollierte Anbauweise aus. THC- und CBD-Gehalt, Terpenprofil und genetische Herkunft sind bekannt und werden regelmäßig geprüft. Dadurch lässt sich die potenzielle Wirkung besser einschätzen und therapeutisch einsetzen. Welche Sorte geeignet ist, wird individuell ärztlich entschieden – denn nicht der Name der Sorte ist entscheidend, sondern ihre Zusammensetzung und Verlässlichkeit.

Was versteht man unter medizinischen Cannabissorten?

Grundsätzlich gilt: Eine Cannabissorte ist erst einmal eine Cannabissorte. Namen wie Amnesia Haze oder White Widow beschreiben die genetische Linie einer Pflanze. Ob diese Sorte medizinisch genutzt wird oder nicht, entscheidet sich nicht am Namen, sondern daran, wie sie angebaut, geprüft und eingesetzt wird.

Medizinische Cannabissorten werden unter streng kontrollierten Bedingungen angebaut und als Arzneimittel verwendet. Dabei wird genau darauf geachtet, dass Qualität und Zusammensetzung gleichbleibend sind. Das ist der entscheidende Unterschied zum Freizeitbereich.

Jede medizinische Sorte ist klar definiert, zum Beispiel durch:

  • den festgelegten THC- und CBD-Gehalt
  • ein dokumentiertes Terpenprofil
  • eine geprüfte genetische Herkunft

Diese Werte werden regelmäßig kontrolliert. So ist sichergestellt, dass Patient:innen bei jeder Abgabe wissen, was sie bekommen – und wie die Sorte voraussichtlich wirken kann.

Ist medizinisches Amnesia Haze also etwas anderes als „normales“ Amnesia Haze?

Im Kern ist es dieselbe Sorte – aber in der medizinischen Anwendung unter ganz anderen Bedingungen. Medizinisches Amnesia Haze wird so angebaut und verarbeitet, dass Wirkstoffgehalt und Qualität konstant bleiben. Es ist sauber geprüft, standardisiert und für die Cannabis-Therapie gedacht.

Amnesia Haze aus dem Freizeitbereich kann genetisch ähnlich sein, unterliegt aber keinen medizinischen Vorgaben. THC-Gehalt, Zusammensetzung und Wirkung können dort stark schwanken.

Für die Therapie ist genau das entscheidend: Nicht der Sortenname macht Cannabis medizinisch, sondern die kontrollierte Anbauweise, die Prüfung und die verlässliche Qualität.

Wie unterscheiden sich medizinische Cannabisblüten noch von Freizeit-Blüten?

Über Anbau und Standardisierung hinaus gibt es weitere Punkte, die medizinische Cannabisblüten vom Freizeitbereich unterscheiden und die im therapeutischen Kontext eine wichtige Rolle spielen.

  • Dokumentation und Nachvollziehbarkeit: Bei medizinischen Blüten ist jede Charge genau dokumentiert. Herkunft, Verarbeitung und Inhaltsstoffe lassen sich jederzeit nachvollziehen. Das schafft Transparenz und ermöglicht es Ärzt:innen, Therapien gezielt anzupassen. Im Freizeitbereich fehlt diese lückenlose Dokumentation meist.
  • Reinheit und Qualitätskontrollen: Medizinisches Cannabis wird regelmäßig auf Verunreinigungen geprüft – etwa auf Schimmel, Pestizide oder Schwermetalle. Nur Blüten, die diese Kontrollen bestehen, gelangen in die Abgabe. Für Patient:innen bedeutet das ein höheres Maß an Sicherheit.
  • Therapeutischer Einsatz statt Konsumlogik: Medizinische Cannabisblüten werden nicht nach Wirkungserwartungen wie „stark“ oder „leicht“ ausgewählt, sondern nach medizinischen Kriterien. Dosierung, Einnahmeform und Zeitpunkt sind Teil einer Therapie, nicht eines Konsumerlebnisses.

Wo bekomme ich medizinische Cannabis-Sorten?

Medizinische Cannabis-Sorten sind in Deutschland nicht frei erhältlich, sondern werden ausschließlich im Rahmen einer ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie ausgegeben. Sie sind rezeptpflichtige Arzneimittel.

Mögliche Bezugswege sind:

  1. Vor Ort in Apotheken: Mit einem gültigen Cannabis-Rezept einer Ärztin oder eines Arztes kann medizinisches Cannabis in jeder zugelassenen Apotheke bestellt oder abgeholt werden. Viele Apotheken halten verschiedene, standardisierte medizinische Sorten bereit.
  2. Online-Apotheken / Versandapotheken: Ein Rezept kann auch an eine spezialisierte Online-Apotheke weitergeleitet oder eingeschickt werden. Nach Prüfung des Rezepts liefert die Apotheke das medizinische Cannabis per Versand an die angegebene Adresse. Dieser Weg ist besonders praktisch für Menschen, die nicht regelmäßig persönlich in die Apotheke kommen können.
  3. Über Telemedizin-Anbieter in Kombination mit Apotheken: Wer das Rezept über eine spezialisierte Telemedizin-Plattform wie CanDoc erhält, kann oftmals gleichzeitig mit passenden Apotheken-Partnern zusammenarbeiten. In diesem Fall wird das Rezept digital übermittelt und die gewünschte Sorte direkt versandt.

Die Cannabinoide THC und CBD und andere Inhaltsstoffe, die eine Cannabissorte prägen

Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Cannabinoide, allen voran THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).

  • THC ist vor allem für schmerzlindernde oder entspannende Effekte bekannt. Es ist zudem der Wirkstoff, der psychoaktive Effekte auslösen kann – also das veränderte Wahrnehmen oder Denken, das viele mit Cannabis verbinden.[1]
  • CBD wirkt nicht berauschend. Es wird häufig mit beruhigenden, ausgleichenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht und könnte die Wirkung von THC beeinflussen.[10]

Daneben enthalten medizinische Cannabissorten weitere Cannabinoide, die das Gesamtwirkprofil mitprägen könnten. Entscheidend ist dabei nicht nur ein einzelner Wirkstoff, sondern das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe.

Wie wirken sich THC-Gehalt und CBD-Gehalt auf die mögliche Wirkung aus?

Der THC- und CBD-Gehalt einer Sorte gibt eine wichtige erste Orientierung, sagt aber nicht alles aus.

  • Sorten mit hohem THC-Gehalt werden häufig als stärker wahrgenommen und kommen eher dann zum Einsatz, wenn eine ausgeprägte Wirkung gewünscht ist – etwa bei Schmerzen oder starker Unruhe.[11]
  • Sorten mit niedrigerem THC-Gehalt oder einem ausgeglichenen Verhältnis von THC und CBD werden oft als sanfter empfunden.
  • CBD-reiche Sorten wirken in der Regel weniger intensiv auf das Bewusstsein und werden häufig mit einer ruhigeren, klareren Wirkung beschrieben.[10]

Wie eine Sorte letztlich wirkt, hängt jedoch immer auch von der individuellen Verträglichkeit, der Dosierung und der Einnahmeform ab. Zwei Menschen können dieselbe Sorte sehr unterschiedlich erleben.

Welche anderen Cannabinoide gibt es noch?

Neben THC und CBD enthält Cannabis eine Vielzahl weiterer Cannabinoide, die in geringeren Mengen vorkommen, aber dennoch eine Rolle spielen können. Aktuell geht die Forschung von mehr als 120 Cannabinoiden aus. Dazu gehören unter anderem:

  • CBG (Cannabigerol)
  • CBC (Cannabichromen)
  • CBN (Cannabinol)

Sie kommen in deutlich kleineren Mengen vor und könnten das Wirkprofil einer Sorte mitprägen. Sie werden jedoch erst seit wenigen Jahren systematisch erforscht.

Medizinisches Cannabis und die Rolle der Terpene

Neben den Cannabinoiden spielen Terpene eine wichtige Rolle. Sie sind für Geruch und Geschmack verantwortlich – etwa für zitronige, erdige oder würzige Noten – und könnten zugleich die Wirkung beeinflussen.

Bestimmte Terpene werden unter anderem mit

  • entspannenden [1]
  • stimmungsaufhellenden [2]
  • oder beruhigenden Effekten [3]

in Verbindung gebracht.

Das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen wird häufig als Entourage-Effekt bezeichnet. Er erklärt, warum zwei Cannabissorten mit ähnlichem THC-Gehalt dennoch sehr unterschiedlich wirken können. Nicht die einzelne Substanz entscheidet allein, sondern die Gesamtkombination der Inhaltsstoffe.

Cannabis Sativa, Cannabis Indica – und warum diese Einteilung nur bedingt hilft

Traditionell werden Cannabissorten in Indica und Sativa eingeteilt. Indica-dominante Sorten gelten als eher beruhigend, Sativa-dominante als aktivierend. In der medizinischen Praxis ist diese Einteilung jedoch nur noch eingeschränkt aussagekräftig.

Moderne medizinische Sorten sind meist Hybridzüchtungen, bei denen die konkrete Wirkstoff- und Terpenzusammensetzung wichtiger ist als das Etikett Indica oder Sativa. Ärztinnen und Ärzte orientieren sich daher stärker an messbaren Inhaltsstoffen als an klassischen Kategorien.

Standardisierung und Qualität von Medizinal-Cannabis

Ein zentrales Merkmal medizinischer Cannabissorten ist ihre pharmazeutische Standardisierung. Das bedeutet:

  • gleichbleibende Wirkstoffgehalte
  • kontrollierte Anbaubedingungen
  • regelmäßige Qualitätsprüfungen

So lässt sich die Therapie besser planen und dosieren. Patientinnen und Patienten erhalten ein Produkt, dessen Wirkung möglichst vorhersehbar ist – ein entscheidender Unterschied zum unregulierten Markt.

Welche ist die beste medizinische Cannabissorte?

Welche Cannabissorte geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab:

  • der medizinischen Indikation
  • der gewünschten Wirkung
  • bisherigen Erfahrungen
  • individueller Verträglichkeit

Es gibt keine „beste“ Sorte für alle. Die Auswahl erfolgt idealerweise gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt und kann sich im Laufe der Therapie auch verändern.

Beliebte medizinische Cannabis-Sorten

Einige Cannabissorten haben sich in der medizinischen Anwendung besonders etabliert. Das liegt nicht an ihrem Namen, sondern an ihren konstanten Wirkstoffprofilen und den Erfahrungen aus dem therapeutischen Einsatz. Welche Wirkung eine Sorte entfaltet, ist jedoch individuell verschieden. Deshalb entscheidet immer eine Ärztin oder ein Arzt, welche Cannabissorte im jeweiligen Fall medizinisch sinnvoll ist und wie sie eingesetzt wird.

Gorilla Glue

Gorilla Glue ist eine Hybrid-Sorte mit Ursprung in den USA und zählt zu den medizinischen Cannabissorten mit einem sehr hohen THC-Gehalt von etwa 24 bis 28 Prozent.

Die auch unter dem Namen GG4 bekannte Variante geht genetisch auf eine Kreuzung aus Chem’s Sister, Sour Dubb und Chocolate Diesel zurück. Charakteristisch für Gorilla Glue ist eine intensive, körperlich spürbare Wirkung, die häufig als stark entspannend beschrieben wird.

Typische Begleiterscheinungen können Müdigkeit, tiefe Entspannung und gesteigerter Appetit sein – Effekte, die im medizinischen Kontext gezielt genutzt werden können. Geschmacklich und aromatisch wird Gorilla Glue meist als erdig und würzig beschrieben, ergänzt durch harzige Kiefernoten.

White Widow

White Widow ist eine medizinisch eingesetzte Hybrid-Sorte mit einem leichten Sativa-Schwerpunkt. Der CBD-Gehalt liegt in der Regel unter 1 Prozent, während der THC-Anteil meist zwischen 14 und 18 Prozent liegt. Damit zählt White Widow zu den moderat bis stärker wirksamen Sorten.

Die genetische Ausrichtung wird häufig mit einem Verhältnis von etwa 60 Prozent Sativa zu 40 Prozent Indica beschrieben. Charakteristisch ist eine Wirkung, die viele Patient:innen als anregend und zugleich ausgleichend empfinden. Im Vergleich zu stark sedierenden Cannabissorten wird White Widow eher mit einer klaren, aktivierenden Wirkung in Verbindung gebracht.

International bekannt wurde die Sorte unter anderem durch ihre ausgeprägte Harzbildung, die sie zu einer der bekanntesten Cannabissorten weltweit gemacht hat. In der medizinischen Anwendung wird White Widow häufig dann eingesetzt, wenn eine belebende Wirkung gewünscht ist, ohne auf entspannende Effekte zu verzichten.

Ghost Train Haze

Ghost Train Haze ist eine Hybrid-Sorte, die aus einer Kreuzung von Ghost OG und Nevil’s Wreck hervorgegangen ist. Sie vereint Eigenschaften beider Linien und gilt als Sorte mit ausgeprägtem Wirkprofil.

Aromatisch wird Ghost Train Haze häufig als süß und harzig beschrieben, begleitet von zitrusartigen Noten, einem Hauch von Zitrone und würzigen Nuancen. Bereits beim Zerkleinern der Blüten entfaltet sich ein intensiver Duft. Beim Konsum wird das Geschmacksprofil oft als weich wahrgenommen, mit klassischen OG-Elementen und deutlichen Kiefernanklängen.

In ihrer Wirkung verbindet Ghost Train Haze mentale Anregung und Euphorie, wie sie typischerweise mit Sativa-dominanten Sorten assoziiert werden, mit einer spürbaren körperlichen Entspannung. In höheren Dosierungen berichten einige Anwender:innen von einer stärkeren geistigen Dämpfung. Deshalb wird Ghost Train Haze häufig eher für ruhige Phasen oder entspannte Tagesabschnitte empfohlen.

FAQ

Basieren auch Cannabis-Extrakte auf bestimmten Cannabis-Sorten?

Ja. Auch Cannabis-Extrakte basieren auf bestimmten Cannabis-Sorten. Der Ausgangspunkt eines Extrakts ist immer pflanzliches Material – also eine konkrete Cannabissorte oder eine definierte Kombination mehrerer Sorten. Diese genetische Basis beeinflusst maßgeblich, welche Inhaltsstoffe im Extrakt enthalten sind und wie er wirkt.

Welche Indica-Sorte ist die stärkste?

Es gibt keine offiziell „stärkste“ Indica-Sorte. Die empfundene Stärke hängt vor allem vom THC-Gehalt, vom Terpenprofil, der Dosierung und der individuellen Verträglichkeit ab.

Einige Indica-dominante Sorten gelten jedoch als besonders potent, weil sie häufig sehr hohe THC-Werte (über 25 %) aufweisen. Dazu zählen zum Beispiel Gorilla Glue (GG4), Godfather OG oder Northern Lights in hochpotenten Züchtungen.

Wichtig: Was als „stark“ empfunden wird, unterscheidet sich von Person zu Person. In der medizinischen Anwendung entscheidet deshalb immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, welche Sorte sinnvoll ist – nicht allein der THC-Wert oder der Indica-Anteil.

Welche Sativa-Sorte ist die stärkste?

Auch bei Sativa-Sorten gibt es keine eindeutig „stärkste“ Sorte. Die wahrgenommene Stärke hängt vor allem vom THC-Gehalt, dem Terpenprofil, der Dosierung und der individuellen Reaktion ab.

Als besonders potent gelten jedoch einige Sativa-dominante Sorten mit sehr hohem THC-Gehalt, zum Beispiel Ghost Train Haze, Amnesia Haze oder Durban Poison in entsprechend starken medizinischen Varianten.

Wichtig für die medizinische Anwendung: Eine hohe THC-Zahl allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, wie gut eine Sorte zur jeweiligen Indikation passt. Deshalb trifft die Auswahl immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt – nicht der Sortenname oder das Label „stark“.

Sind Hybrid-Sorten besser?

Nein, Hybrid-Sorten sind nicht grundsätzlich besser, sie sind vor allem flexibler.

Hybrid-Sorten kombinieren Eigenschaften von Indica- und Sativa-Pflanzen. Dadurch lassen sich Wirkprofile gezielter abstimmen, etwa zwischen entspannend und aktivierend. Ob das sinnvoll ist, hängt jedoch von den individuellen Beschwerden, der gewünschten Wirkung und der persönlichen Verträglichkeit ab.

In der medizinischen Praxis entscheidet daher nicht die Kategorie „Hybrid“, sondern die konkrete Zusammensetzung aus THC, CBD und Terpenen – und letztlich die ärztliche Einschätzung.

Welche Cannabissorte ist gut bei Schmerzen?

In der medizinischen Praxis werden bei Schmerzen häufig Cannabissorten mit einem höheren THC-Gehalt eingesetzt. THC wird unter anderem mit schmerzlindernden Effekten in Verbindung gebracht.[4,5]

Neben dem THC-Gehalt können auch bestimmte Terpene relevant sein. Besonders häufig werden Myrcen [6] und Linalool [7] genannt.

Welche Cannabissorte im Einzelfall geeignet ist, hängt jedoch stark von der individuellen Situation ab. Schmerzart, Dosierung, Tageszeit und persönliche Verträglichkeit spielen eine wichtige Rolle. Deshalb wird die Auswahl der Sorte immer ärztlich getroffen und kann sich im Verlauf der Therapie verändern.

Welche Cannabissorte sollte ich bei Schlafstörungen wählen?

Bei Schlafstörungen kommen in der medizinischen Anwendung häufig Cannabissorten mit einem höheren THC-Gehalt zum Einsatz. THC wird mit schlaffördernden und entspannenden Effekten in Verbindung gebracht.[4,5]

Eine wichtige Rolle spielen zudem bestimmte Terpene. Dazu zählen vor allem: Myrcen [1], Linalool [3], Ocimen [8] und Terpinolen [9].

Welche Sorte tatsächlich beim Einschlafen oder Durchschlafen hilft, ist jedoch individuell verschieden. Dosierung, Einnahmezeitpunkt und persönliche Verträglichkeit spielen eine entscheidende Rolle. Deshalb wird die Auswahl der passenden Cannabissorte immer ärztlich begleitet und im Verlauf der Therapie gegebenenfalls angepasst.

Welches Cannabinoid ist das beste?

Es gibt kein „bestes“ Cannabinoid. Welche Substanz sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden, der gewünschten Wirkung und der persönlichen Verträglichkeit ab. In der medizinischen Anwendung zählt vor allem das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide – nicht ein einzelner Wirkstoff.

Quellen

[1] Do Vale, T. Gurgel, et al. "Central effects of citral, myrcene and limonene, constituents of essential oil chemotypes from Lippia alba (Mill.) NE Brown." Phytomedicine 9.8 (2002): 709-714.

[2] Komori, T et al. “Effects of citrus fragrance on immune function and depressive states.” Neuroimmunomodulation vol. 2,3 (1995): 174-80.

[3] Gastón, María Soledad, et al. "Sedative effect of central administration of Coriandrum sativum essential oil and its major component linalool in neonatal chicks." Pharmaceutical biology 54.10 (2016): 1954-1961.

[4] Whiting, P. F. et al. Cannabinoids for medical use: A systematic review and meta-analysis. JAMA - J. Am. Med. Assoc. 313, 2456–2473 (2015).

[5] Abrams, Donald I. "The therapeutic effects of Cannabis and cannabinoids: An update from the National Academies of Sciences, Engineering and Medicine report." European Journal of Internal Medicine 49 (2018): 7-11.

[6] Lorenzetti, Berenice B., et al. "Myrcene mimics the peripheral analgesic activity of lemongrass tea." Journal of ethnopharmacology 34.1 (1991): 43-48.

[7] Taşan, Emel, Ozlem Ovayolu, and Nimet Ovayolu. "The effect of diluted lavender oil inhalation on pain development during vascular access among patients undergoing haemodialysis." Complementary Therapies in Clinical Practice 35 (2019): 177-182.

[8] Diniz, Tamara Coimbra, et al. "Anticonvulsant, sedative, anxiolytic and antidepressant activities of the essential oil of Annona vepretorum in mice: Involvement of GABAergic and serotonergic systems." Biomedicine & Pharmacotherapy 111 (2019): 1074-1087.

[9] Ito, Ken, and Michiho Ito. "The sedative effect of inhaled terpinolene in mice and its structure–activity relationships." Journal of Natural Medicines 67 (2013): 833-837.

[10] Pisanti, S., Malfitano, A. M., Ciaglia, E., Lamberti, A., Ranieri, R., Cuomo, G., Laezza, C. (2017). Cannabidiol: State of the art and new challenges for therapeutic applications. Pharmacology & Therapeutics, 175, 133-150.



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